An der Westküste Lanzarotes liegt "El Golfo", eine unterirdisch vom Meer gespeiste, grünschimmernde Lagune.
Ursprünglich ein Kratersee, der teilweise durch die Meeresbrandung und Erosion abgetragen wurde.
Die intensive grüne Farbe rührt von einer Algenart her, die sich hier angesiedelt hat.
In der Nähe liegt der gleichnamige Fischerort mit guten Fischrestaurants.
Al CampesinoIm Mittelpunkt der Insel bei San Bartolomé steht die Skulptur "Monumento al Campesino", die den Bauern Lanzarotes gewidmet ist. Als Material dieser über 15 Meter hohen Skulptur dienten alte Wassertanks und Teile von Fischerbooten.
Nebenan ist ein Restaurant und ein Museum für alte landwirtschaftliche Arbeitsgeräte, die Casa del Campesino.
Im Nordosten der Insel liegt die Grotte "Los Jameos del Aqua", die während der Vulkanausbrüche entstanden ist.
In der Grotte liegt ein Salzwassersee, der unterirdisch mit dem Meer verbunden ist.
Auf dem Grund des Sees leben blinde Albinokrebse, die normalerweise nur in extremen Meerestiefen vorkommen.
Oberhalb der Grotte wurde ein Auditorium errichtet, in dem regelmäßig klassische und zeitgenössische Musikveranstaltungen stattfinden.
Zum selben Höhlensystem gehört die "Cueva de los Verdes". Hier kann man etwa 2 km durch die galerienartigen Höhlengänge laufen.
Am tiefsten Punkt der Höhle, etwa 50 Meter unter der Oberfläche, werden aufgrund der hervorragenden Akustik in einem großen Höhlengang hin und wieder Konzertaufführungen gegeben.
Interessante Beleuchtungseffekte werden untermalt von sakraler Musik.
El Jardin de CactusAn der Nordostküste, bei Guatiza findet man Manriques letztes Werk, den Kakteengarten "Jardin de Cactus".
Hier sind über 1.400 Arten und etwa 10.000 Kakteen zu sehen.
Über der mit Treppen und Gewässern ausgestalteten Gartenanlage steht eine "molino", eine Mühle aus dem 18. Jahrhundert. Dort wird zu Demonstrationszwecken auch heute noch Korn gemahlen.
Museo Agricola El PatioDas Freilicht- und Landwirtschaftsmuseum finden Sie am Rande von Tiagua. In dem ehemaligen Bauernhof ist einiges über die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu sehen.
Neben zwei Windmühlen ist auch eine "tahona", eine Zugmühle, die von Dromedaren oder Eseln betrieben wurde, aufgebaut.
Integriert in die Anlage ist eine originalgetreu eingerichtete alte Bodega, die auch bewirtschaftet wird.
Im Norden der Insel liegt in etwa 500 m Höhe der in einen Steilhang des Famaragebirges hineingebaute Aussichtspunkt "Mirador del Rio". Bei guter Sicht sind die jenseits der Meerenge El Rio liegenden Inseln La Graciosa, Allegranza und Montaña Clara zu sehen.
Unterhalb des Mirador sieht man die Salinas del Rio. Die rötliche Färbung stammt von einem kleinen Krustentier, das in dem Salinenwasser lebt.
Bei Tahiche baute César Manrique über mehrere vulkanische Blasen ein architektonisches Glanzstück. Die Hohlräume wurden in das etwa 1500 qm große Haus einbezogen und mit begehbaren Röhren verbunden.
1992 vermachte Manrique sein Wohnhaus in Form einer Stiftung der Bevölkerung. Heute dient das Haus als Museum, in dem neben der ständigen Manrique-Sammlung auch andere wechselnde Ausstellungen gezeigt werden.

In Muñique (zwischen Tiagua und Sóo) lebte die Töpferin Doña Dorotea. Die wohl berühmteste Keramikerin Lanzarotes. Sie arbeitete in einer kleinen unscheinbaren, nicht leicht zu findenden Werkstatt.
Leider ist sie am 17. Juni 1997 mit 98 Jahren an den Folgen eines Oberschenkelhalsbruches verstorben.
Neben anderer Keramik konnte man bei ihr ein etwas frivoles Fruchtbarkeitspärchen aus Ton kaufen. Angeblich wurde so etwas früher jungen Brautpaaren zwecks Kindersegen zur Hochzeit geschenkt.