Die Insel im heutigen Erscheinungsbild ist stark vom Einfluss und Wirken César Manrique's geprägt, der herausragensten Künstlerpersönlichkeit der Kanaren. Die Lanzaroteños sagen, er habe Lanzarote gemacht.
Er war Maler und Bildhauer, Siedlungsplaner, Landschaftsgestalter und betätigte sich als Architekt und Bauberater.
Manrique wollte die Insel zum Gesamtkunstwerk werden lassen und war damit vielleicht der ungewollte Vater des heutigen Massentourismus.
Am 24. April 1919 in Arrecife geboren, lebte er zeitweise in Madrid und New York und kehrte 1968 nach Lanzarote zurück.
Er wollte die Tradition bewahren und eine humane, landschaftsbezogene Architektur verwirklichen.
Mit einigen gleichgesinnten Mitstreitern gelang es ihm auch, der Insel so umweltschonend wie möglich zu einer wirtschaftlichen Entwicklung durch den Tourismus zu verhelfen.

Zahlreiche Bauten, Denkmäler und Sehenswürdigkeiten tragen seine Handschrift ( z. B. El Campesino, Mirador del Rio, Los Jameos del Aqua, Fundación César Manrique, Jardin de Cactus, Restaurante El Diablo, Museum Castillo San José, der alte Flughafen in Arrecife und viele mehr).
Er konnte ein generelles Verbot von Reklamewänden durchsetzen und unterstützte die traditionelle kubische Bauform mit ihren weißgekalkten Wänden und grün- oder blaugestrichenen Türen und Fenstern.
César Manrique kam am 25. September 1992 bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Er wurde 73 Jahre alt.
Manrique hinterließ eine Insel, die als Beispiel von Harmonie zwischen Mensch und Natur dient.
Bleibt zu hoffen, dass sich seine Erben dessen bewusst sind und trotz ständig wachsender kommerzieller Interessen den eingeschlagenen Weg fortführen.