Der »lucha canaria« ist auf den Kanarischen Inseln schon seit Jahrhunderten bekannt.
Der Ringkampf, der in dieser Form nur auf den Kanaren bestritten wird, wird zwischen zwei Mannschaften mit je zwölf Ringern ausgetragen. Gekämpft wird auf dem »terrero«, einem runden Doppelring mit festgestampfter Erde oder Sand.
Die »luchadores« (Ringer) werden auch »pollos« (Kampfhähne) genannt und kämpfen barfuss. Neben einem dünnen Hemd tragen die Kämpfer eine kurze Hose, deren Beine nach oben zu einem Wulst gekrempelt sind. Dort hält sich der Gegner fest.
Ein Kampf geht maximal über drei Runden zu jeweils längstens drei Minuten. Wer den Gegner in dieser Zeit zweimal zu Fall gebracht hat, hat den Kampf gewonnen. Schläge und Tritte sind verboten. Die »luchadores« dürfen nur zerren, drücken, ziehen, heben oder schleudern. Jeder Ringer muss gegen jeden der gegnerischen Mannschaft antreten.
Die Ringkämpfe werden immer von drei Schiedsrichtern geleitet.
Auf den Kanarischen Inseln gibt es fast 100 Clubs mit über 5.000 Ringern. Die Inselverbände sind in einer Dachorganisation vereint und vom Mutterland Spanien unabhängig. Es gibt übrigens auch Frauenmannschaften.
Lanzarote hat angeblich die besten Arenen der Kanarischen Inseln. Bekannt sind z.B. die Kampfringe in Tao und Tinajo, wo man den Luchakämpfern auch beim Training zusehen kann.
Auf fast keiner Fiesta fehlt der »lucha canaria« im Festprogramm.