Bevor auf Lanzarote der Tourismus einzog, waren Landwirtschaft und Fischerei die Haupterwerbszweige.
Für den lokalen Bedarf werden Zwiebeln, Mais, Weizen und Gerste, Futterpflanzen, Obst und Hülsenfrüchte angebaut. Besonders schmackhaft sind die Tomaten, die Frühkartoffeln und die Süßkartoffeln (auch Bataten genannt). Milch, Käse und Fleisch liefern die Ziegen, Kuhmilch muss importiert werden.
Die Bauern verfahren übrigens nach der Trockenfeldbau-Methode, »secano« genannt, die eigens die Kanarier entwickelten. Auf die Felder wird eine 10 bis 30 Zentimeter starke picon-Decke gelegt (picon = Lavagranulat), die den Äckern ihr typisches Schwarz verleiht.
Tagsüber erwärmt sich die vulkanische Decke, schützt aber gleichzeitig den Mutterboden vor Austrocknung. Nachts kühlt der »picon« rasch ab, wodurch die Kondensation der bodennahen Luftschichten verstärkt wird.
Der »picon« lässt den aufgesogenen Niederschlag durch und so bleibt die Erde auch ohne Regen feucht. Alle zehn Jahre wird die Lavaschicht ausgewechselt.
Um La Geria herum liegt das Weinbaugebiet Lanzarotes. Von Uga bis San Bartolomé bietet sich ein geometrisch gleichmäßiges Landschaftsbild.
Damit die Rebstöcke den Erdboden mit ihren Wurzeln erreichen können, werden runde, tiefe Trichter ausgehoben um deren Rand die Weinbauern kleine gesetzte Mauern aus Vulkangestein gegen den austrocknenden Wind errichten.
Das gesamte Anbaugebiet erstreckt sich über etwa 3.000 Hektar.
Ein Stock trägt bis zu 50 Kilogramm Trauben.
Der bernsteinfarbene Malvasier, mit seiner würzigen, trockenen Blume, ist der beste Wein der Kanarischen Inseln.
Durch geringe Niederschläge, die kräftige Sonne und fruchtbaren vulkanischen Boden kann er optimal gedeihen. Der Alkoholgehalt ist dementsprechend hoch. Schon der leichte Wein ist schwer wie Sherry.
Neben dem Malvasier werden auch noch Rosé- und Rotweine angebaut.