Der Tourismus ist zwar der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Insel, aber mit zunehmenden Besucherzahlen stellen sich auch erhebliche ökologische Probleme ein.
Wasser- und Stromverbrauch, Abwasser und Müll nehmen ungeahnte Dimensionen ein.
Tausende von Mietautos verlangen nach anständigen Straßen und immer weitere Bauprojekte werden geplant.
Arbeitslosenzahlen von über 20%, rückläufige Einnahmen in der Landwirtschaft und der früher sehr ertragreichen Fischerei lassen erhebliche soziale Probleme aufkommen.
Industrie spielt auf der Insel fast keine Rolle.
Erwähnenswert sind lediglich das Elektrizitätswerk UNELCO und die Meerwasserentsalzungsanlage der INALSA.
Ein Großteil der Bevölkerung hat zwar in der Touristikbranche oder im Baugewerbe einen Arbeitsplatz, aber die Haupteinnahmen bleiben natürlich bei den internationalen Touristikunternehmen und verbleiben nicht auf der Insel.
Seit 1991 gibt es auf Lanzarote den PIOT-Bebauungsplan, in dem unter anderem auch festgelegt ist, wie viel Touristenunterkünfte in den nächsten Jahren entstehen dürfen. Die Bettenzahl wurde bisher auf 110.000 festgelegt. Eine von Kritikern viel zu hoch angesetzte Zahl.
Erste Bauruinen wecken Erinnerungen an andere Kanarische Inseln.
1993 wurde Lanzarote von der UNESCO zum "Biosphären-Reservat" ernannt. Damit soll die Insel im Rahmen eines ökologisch ausgewogenen Konzepts wirtschaftlich unterstützt werden.
Nur hat man es bis heute versäumt, ein entsprechendes Kontrollinstrument zu installieren.
Es mehren sich zwar die mahnenden Stimmen und die Fehler von anderen Inseln sollten eigentlich als Abschreckung dienen, aber es ist zu befürchten, dass wirtschaftliche Interessen letztendlich nicht aufzuhalten sind.
Schade!